Teaser
März 22, 2020

Beyond Corvid-19 © Ideen für das Danach

Idee 1 für das Danach

Nun ist eine Woche im Krisenmodus vergangen. Weitere stehen noch bevor. Dennoch ist nun ein erster, wichtiger Moment, Inne zu halten, um als CEO, Geschäftsführer*in oder Manager*in zu reflektieren:

  • Was am bisherigen Krisenmanagement ist gut gelaufen? Was weniger?
  • Was soll wer wie jetzt konkret ändern?

Im Zentrum steht dabei vielerorts die Krisenkommunikation; sowohl für die interne Kommunikation mit Mitarbeiter*innen und Management als auch mit den Stakeholdern im Mittelpunkt natürlich die Kund*innen.

In Hinblick darauf, dass die kommenden Wochen bis Ostern viel Zeit im Home-Office zu verbringen sind, sollte nicht nur die Krise im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Planung auf das Danach stattfinden, also Beyond Covid 19. Packen Sie jetzt, solange die ersten Learnings und Erfahrungen noch frisch sind, alles in einen Themenspeicher. Am einfachsten: Schnappen Sie sich ein Flip Chart, schreiben Sie Themenspeicher drauf und notieren sie alle Erfahrungen und Gedanken, die Sie im Rahmen des Krisenmanagements erlebt oder Ihnen durch den Kopf gegangen sind.  Ersuchen Sie ihre Kolleg*innen das gleich zu tun, jetzt und nicht in zwei, drei Monaten.

Die zwei großen Fragestellungen, die Sie nach der Krise im Team mit dem gesammelten Material beantworten können:

  1. Was würde Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation in einer nächsten Krise jedenfalls anders machen in Bezug auf das Krisenteam, die Kommunikation und Prozesse? Haben wir die richtigen Expert*innen und Vertrauenspersonen in den Krisenteams? Haben wir ausreichend oft und transparent mit den Mitarbeiter*innen kommuniziert – auf der Sach- und der Beziehungsebene?
  2. Was müssen wir nach der Krise ändern, um resilienter zu werden? Welche Prozesse oder Strukturen können wir nun endgültig beseitigen – welche „heiligen Kühe“ durch die Krise schlachten? Stichwort: Digitale Transformationen, Agile Arbeitsweisen. Was lässt sich nun ganz anders denken? Welche neuen oder veränderte Geschäftsideen sind in der Quarantäne entstanden? Was lernen wir aus dem Digitalisierungs- und Solidaritätsschub und wie halten wir den Schwung?

Idee 2 für das Danach

Was ist unternehmerische Resilienz?

Der Krisenmodus dauert an und sicher noch eine ganze Weile. Liquidität ist das Gebot der Stunde. Mit Kurzarbeit, Förderungen und Ausfallskreditfinanzierung soll die Kostenseite jetzt unmittelbar entlastet werden. Doch wie geht es weiter – nach der Krise? Wie bekommen Management und Mitarbeiter*innen wieder die Gestaltungs- und Widerstandskraft zurück, um die Zukunft der Organisation abzusichern und weiterzuentwickeln?

Es gibt nicht mehr die eine Zukunft. Wir wissen zu wenig, wie die Lage nach COVID_19 aussehen wird. Denken Sie also in Zukünften – in Szenarien und nehmen Sie jetzt schon die Mitarbeiter*innen dorthin mit.

So entwickeln Sie Zukünfte:

1.      In unserem vorangegangenen Artikel haben wir Ihnen vorgeschlagen, einen Themenspeicher anzulegen. Am besten tagesaktuell für Beobachtungen, was gut/schlecht erfüllt wurde, wie das Kerngeschäft betroffen ist und wie eingespielte Routinen und standardisierte Prozesse fördern/hindern. Dieser Speicher wird auch noch weiter zu befüllen sein.

2.      Parallel können Sie mit einer ersten Auswertung beginnen. Etwa indem Themen kategorisiert und von Management und Expert*innen bewertet und reflektiert werden. Eine gut moderierte Videokonferenz wird diesen Task einen Schritt weiterbringen. Dabei gilt es zu beachten: nicht nur die interne Sicht ist wichtig. Ganz besonders jetzt muss man auch das Umfeld im Auge behalten und in die Auswertung aufnehmen. Besonderes Augenmerk liegt jetzt auch auf den Regulierungen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich in der Krise rasch. Sie können das Handeln eines Unternehmens einschränken, ja für einige Branchen sogar zum Erliegen bringen. Nähert sich die Krise dem Ende,werden die Handlungsspielräume aber auch rasch wieder erweitert und eröffnen Unternehmen (neue) Chancen.

3.      Weder eine reine Fokussierung nach innen noch eine Konzentration rein auf die Führungskräfte-Kommunikation reicht für eine erfolgreiche Unternehmens-Performance. Verlieren Sie gerade in der schweren Zeit nicht den Kontakt zu den Mitarbeiter*innen. Binden Sie sie in die Sammlung des Themenspeichers und in erste Analysen ein. Lenken Sie damit den Blick nach vorne: Geben Sie Teams konkrete Zukunfts-Aufgaben, die wir Ihnen exemplarisch kurz skizzieren

a.      Wie hat sich unser Blick nach außen verändert? Was sehen wir jetzt, was wir vorher kaum erkannt haben? In „Normalzeiten“ stärken Unternehmen ihre Sensoren etwa durch die Einführung von Issue Management und systematisierten Umfeldanalysen. Diese Tools eignen sich ebenfalls und es ist ein guter Zeitpunkt, diese jetzt im Unternehmen einzuführen und regelmäßig einzusetzen. Denken Sie in Szenarien: Was heißt das für das Unternehmen, wenn es zu einer raschen Erholung der Wirtschaft kommt, was wenn es noch länger andauert?

b.      Was sehen wir, wenn wir den Blick nach innen richten? Mit dem Wissen über Entwicklungen, die außerhalb des Unternehmens passieren, kann man internen Prozesse, wie z.b. (regionale) Lieferketten, Wertschöpfungsprozesse, die digitale Transformation analysieren. Wo liegen für das Unternehmen Notwendigkeiten zur Adaptierung oder Beschleunigung Von welchen Abläufen, Routinen und Prozessen, Normen, Regeln, sollten wir uns (endlich) verabschieden?

c.      Der Blick auf die Organisations- und Managementstrukturen ist unabdingbar. Worin hilft die aktuelle Struktur – worin behindert sie uns? Wäre eine Änderung auf eine agilere Organisationsform besser, um schneller auf externe Schocks zu reagieren? Wie können wir eine Anpassung der Strukturen auf den Weg bringen.

d.      Letztendlich müssen auch die bisherige Strategie sowie die Vision und Mission der Organisation hinterfragt werden. Dazu im nächsten Artikel mehr. Bis zum nächsten Mal.

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